Lidtumore

Augenlidtumor: Talgdrüsenkarzinom Wucherungen durch OP entfernenLidtumore: Unspezifisches Krankheitsbild – Alles rund um Ursachen, Therapie und Behandlung

Bei einem Tumor handelt es sich um eine gutartige oder bösartige Veränderung im menschlichen Organismus. Diese können sowohl im Innern, als auch am Körper auftreten. Die Bezeichnung eines Tumors orientiert sich meist an der Körperregion, an der dieser auftritt. Gutartige oder bösartige Veränderungen am Augenlid werden also zunächst unspezifisch als Lidtumor bezeichnet. Werden also diverse Veränderungen wahrgenommen oder auch gespürt, so gilt es zunächst Ruhe zu bewahren und einen Termin beim Augenarzt zur weiteren Abklärung zu vereinbaren.

Die Wahl der richtigen Behandlungsmöglichkeit obliegt dem behandelnden Arzt, wenngleich das Therapiespektrum aufgrund der zahlreichen Erscheinungsformen von Lidtumoren breit ist. Ist eine medizinische Behandlung nicht notwendig, so entscheiden sich aber dennoch viele Patienten für eine Behandlung aus kosmetischen Gründen, da ein Lidtumor als störend empfunden werden kann. Gutartige wie bösartige Lidtumore gehören übrigens nicht nur beim Menschen zu den häufigsten Augenerkrankungen. Auch Haustiere wie Hund und Katze können betroffen sein, sodass eine Abklärung bei einem Tierarzt erforderlich werden kann.

In diesem Ratgeber erfahren Sie alles rund um die Ursachen und Arten v0n Tumoren des Augenlids, mögliche Therapien und die Heilungsaussichten von Lidtumoren aller Art.

Lidtumore – Tumor nicht gleich Tumor

Die meisten Menschen verbinden mit dem Begriff „Tumor“ eine schwere, behandlungsbedürftige Erkrankung und sind nicht selten von der Bezeichnung „Lidtumor“ verängstigt. Allerdings gibt es, wie bei anderen Tumorerkrankungen auch, stets gutartige und bösartige Lidtumore. Gutartige Lidtumore werden weitaus häufiger diagnostiziert, als ihrer bösartigen Gegenparte. Besonders zu beachten sind Muttermale im Lidbereich. Diese können sich zwar spontan entwickeln und gutartig bleiben, eine Entartung ist, wie an anderen Körperstellen mit Muttermalen auch, aber möglich. Abhilfe schafft etwa ein regelmäßiges Hautkrebsscreening beim Dermatologen.

Bei gutartigen Lidtumoren handelt es sich meist um Warzen, Fettablagerungen oder Blutschwämme, die häufig mit einer Verhornung der Haut einhergehen. Häufig sind etwa Fettablagerungen am Augenlid typisch, die aber nur selten eine behandlungsbedürftige Größe erreichen oder als störend empfunden werden. Gutartige Hautveränderungen am Augenlid kann ein Augenarzt meist schon mittels Blickdiagnose einschätzen. Nur in Einzelfällen ist eine Gewebeprobe, die sogenannte Biopsie, zur weiteren Abklärung notwendig. Das Wachstum gutartiger Lidtumore läuft meist sehr langsam ab, was diese von bösartigen Lidtumoren unterscheidet.

Bösartige Lidtumore wachsen hingegen sehr schnell und bedürfen einer schnellen Behandlung. Meist handelt es sich bei einem bösartigen Lidtumor um ein sogenanntes Basaliom, einer Form des Hautkrebses. Wie ein bösartiger Lidtumor behandelt wird, hängt vom Stadium ab, in dem er diagnostiziert wird. Im Anfangsstadium reicht es meist, den Tumor operativ zu entfernen. In fortgeschrittenen Stadien kann hingegen eine Bestrahlung oder Chemotherapie notwendig sein, um die Ausbreitung und Bildung von Metastasen zu verhindern.

Ursachen von gutartigen und bösartigen Lidtumoren

Gutartige Lidtumore werden meist durch äußere Einflüsse in ihrer Entstehung begünstigt. Übermäßige Sonneneinstrahlung ist etwa eine der Hauptursachen. Weiterhin können die Ernährung und das Vorhandensein weiterer Erkrankungen als Ursache ausgemacht werden. Eine eindeutige Ursache lässt sich jedoch selten finden. Auch handelt es sich bei manchen Ausprägungen schlicht um Alterserscheinungen, die keine Gefahr darstellen und höchstens aus kosmetischen Gründen behandelt werden.

Bösartige Lidtumore wie das Basaliom, können ebenfalls durch übermäßige Sonneneinstrahlung entstehen. Allerdings gibt es zahlreiche weitere Risikofaktoren, die ihre Entstehung begünstigen. Auch genetische Faktoren spielen hierbei eine wichtige Rolle. Sind Krankheitsfälle in der Familie bekannt, so ist die Nutzung von Vorsorgeuntersuchungen noch dringender angeraten, als normalerweise. Zur eindeutigen Stellung einer Diagnose ist eine Biopsie unumgänglich. Neben dem Basaliom sind auch weitere bösartige Lidtumore, wie das Spinaliom, das Talgdrüsenkarzinom und der schwarze Hautkrebs bekannt, welche aber wesentlich seltener auftreten.

Therapie richtet sich nach individuellem Krankheitsbild

Patienten mit gutartigen Lidtumoren suchen einen Arzt oft nur auf, da eine Veränderung bemerkt wurde, ohne dass Beschwerden oder Einschränkungen auftreten. Im Hinblick auf die potentielle Gefahr eines bösartigen Lidtumors ist dies auch kein Fehlverhalten, sondern durchaus ratsam. Viele gutartige Lidtumore bedürfen keiner weiteren Behandlung. Behindert ein gutartiger Lidtumor, beispielsweise in Form einer Warze oder Fettablagerung das Sehen, so ist eine Entfernung möglich. Diese wird meist ambulant durchgeführt und dauert nur wenige Minuten. Gleiches gilt, wenn eine Behandlung aus kosmetischen Gründen gewünscht ist.

Die Therapie bösartiger Lidtumore ist hingegen wesentlich umfangreicher und setzt eine umfassende Diagnostik voraus. Welche Therapie erfolgsversprechend ist, hängt unmittelbar mit dem Stadium zusammen, in dem ein Tumor diagnostiziert wurde. Im Anfangsstadium ist meist eine chirurgisch korrekt ausgeführte Entfernung zielführend. Die Heilungsaussichten sind sehr gut, wenngleich ein erneutes Auftreten nicht ausgeschlossen werden kann. Kommt eine Augenoperation nicht in Frage oder sind weitere Behandlungen mittels Strahlen- oder Chemotherapie indiziert, so ist die Weiterbehandlung durch einen Facharzt der Onkologie nötig. Das Spektrum reicht von der Behandlung mit Imiquimod, einer immunmodellierenden Creme, bis hin zur umfassenden Chemotherapie.

In fortgeschrittenen Stadien können bösartige Lidtumore auch auf andere Körperstellen übergreifen. Eine pauschale Empfehlung für oder gegen eine bestimmte Therapie kann aufgrund des komplexen Krankheitsbildes im Rahmen dieses Ratgebers nicht gegeben werden. Die Heilungschancen sind jedoch auch in fortgeschrittenen Stadien als gut zu bezeichnen, wenngleich eine frühe Erkennung die Intensität der Behandlung vermindern kann. Wichtig sind darüber hinaus eine regelmäßige Nachsorge und die Berücksichtigung bestimmter Verhaltensweisen, um das erneute Auftreten nicht zu begünstigen.

Typische Mittel gegen Lidtumore, die beispielsweise als Hausmittel bekannt sind, existieren nicht. Eine ärztliche Behandlung ist also in jedem Falle unumgänglich. Auch wäre es insbesondere bei einem bösartigen Lidtumor fatal, zunächst in Eigenregie zu versuchen, eine Heilung herbeizuführen, da hierbei wertvolle Zeit verloren geht.

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