Hornhautgeschwür

Hornhautgeschwür Behandlungsdauer und Verlauf der HeilungEin Hornhautgeschwür ist schmerzhaft, symptomreich und dringend behandlungsbedürftig!

In der Fachsprache wird ein Hornhautgeschwür auch als Ulcus corneae bezeichnet und beschreibt eine Erkrankung der Hornhaut des Auges (Cornea), die mit zahlreichen Begleitsymptomen einhergeht. Patienten die unter einem Hornhautgeschwür leiden, klagen mitunter über starke Schmerzen, sodass sich die Frage nach der Notwendigkeit eines Arztbesuches meist gar nicht stellt. Zwar sind die Ursachen eines Hornhautgeschwürs vielfältig, da die Erkrankung jedoch nicht selten plötzlich oder etwa über Nacht auftritt, ist auch an Wochenenden oder Feiertagen nicht davor zurückzuschrecken, einen Notdienst oder eine Augenklinik aufzusuchen.

Da es sich bei der Hornhaut um ein wichtiges Bestandteil des menschlichen Auges handelt und eine zu spät eingeleitete Behandlung negative Folgen für die Sehfähigkeit haben kann, ist die Dringlichkeit einer schnellen und wirksamen Behandlung erneut zu unterstreichen.

Ursachen eines Hornhautgeschwürs

Oft mechanische Ursachen als Auslöser

Normalerweise ist die Hornhaut eine stabile Barriere, durch die diverse Krankheitserreger nicht hindurchdringen können. Ist dies doch der Fall, so wurde die Hornhaut meist vorab geschädigt, ohne dass Patienten dies bemerkt haben. Besonders das Tragen von Kontaktlinsen, trockene Augen oder andere Entzündungen im Augenbereich sind hier als Ursache zu nennen. Eine Liste der häufigsten Augenkrankheiten mit Entzündungsbeschwerden finden Sie hier. Auch kann es durch eingedrungene Fremdkörper, wie etwa kleinste Holzsplitter zu einer Beschädigung der Hornhaut kommen, die dann den Eintritt von Krankheitserregern begünstigt.

Darüber hinaus sind weitere Faktoren als potentielle Ursache für ein Geschwür der Hornhaut bekannt. Dazu gehören etwa diverse Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Rheuma, eine HIV-Infektion, Alkoholismus oder auch ein hohes Lebensalter. Ziel ist es also, nicht nur die unmittelbaren Symptome der Infektion zu behandeln, sondern auch den potentiellen Risikofaktoren angemessen zu begegnen.

Unterschiedliche Verlaufsformen des Geschwürs

Ein Hornhautgeschwür verläuft in manchen Fällen fast beschwerdefrei und heilt unbemerkt ab. Häufig entwickelt sich ein Hornhautgeschwür aber über längere Zeit und Patienten berichten von diversen Symptomen, wie einem juckenden oder roten Auge, ohne sich darüber weiter Gedanken zu machen, was die Heilungsdauer unnötig in die Länge zieht. Schreitet die Infektion fort, kommt es dann meist innerhalb kurzer Zeit zu einer Intensivierung der Symptome. Starke Schmerzen, vermehrter Tränenfluss und ein verkrampftes Lid sind dann oft typisch. Oberflächlich ist das Ulcus corneae durch eine graue oder weiße Trübung der Hornhaut zu erkennen, welche aber unterschiedlich stark ausgeprägt sein kann.

Ein akutes Hornhautgeschwür kann sich schnell verschlimmern und führt im schlimmsten Fall zu Löchern in der Hornhaut, einem Nachlassen der Sehfähigkeit oder sogar zur Erblindung. Es ist also erneut zu unterstreichen, dass Betroffene keine Zeit verlieren sollten, einen Arzt aufzusuchen. Dieser leitet dann eine individuell angemessene Therapie ein, um das Hornhautgeschwür zu heilen.

Diagnose und Therapie des Hornhautgeschwürs

Ob es sich um ein Hornhautgeschwür handelt oder ob das Vorhandensein wahrscheinlich ist, kann ein Augenarzt mit Erfahrung oft schnell mittels Blickdiagnose feststellen. Abgesichert wird die Diagnose meist mittels einer Untersuchung des betroffenen Auges mit einer speziellen Spaltlampe, durch die das Geschwür sichtbar wird. Für eine möglichst optimale Therapie folgt meist noch ein Abstrich, um festzustellen, welche Erreger genau für die Entstehung verantwortlich sind.

Lassen sich Bakterien als Verursacher ausmachen, so ist entsprechend eine Therapie mit Antibiotika erfolgsversprechend. Sind Viren oder Pilze verantwortlich, so stehen entsprechend andere Wirkstoffe zur Behandlung zur Verfügung. In vielen Fällen sind Hornhautgeschwüre heilbar.

Bestimmte ansteckende Erreger erfordern jedoch eine besonders umfangreiche Therapie. Ist ein Hornhautgeschwür durch Einzeller, sogenannte Akanthamöben, verursacht worden, so kann die Dauer der Therapie mitunter einige Wochen in Anspruch nehmen. Bei einem ungünstigen Verlauf kann dann zur vollständigen Abheilung eine Hornhauttransplantation notwendig werden.

Ist ein Hornhautgeschwür rheumatisch bedingt, so gestaltet sich die Therapie ebenfalls schwierig und muss individuell auf den Patienten und die vorhandene Symptomatik abgestimmt werden. Die Dauer der Behandlung und der Verlauf variiert also je nach Patient und lässt sich pauschal nicht genau eingrenzen.

Gehören Sie einer Risikogruppe an und ist Ihnen dies bekannt, so können Sie einem Hornhautgeschwür in gewissem Maße vorbeugen.

Vorbeugung für Risikopatienten besonders wichtig

Rheuma, Diabetes, HIV, Untergewicht und zahlreiche andere Faktoren können die Entstehung eines Hornhautgeschwürs begünstigen, auch wenn diese bekannt sind und behandelt werden. Vollkommenen Schutz vor der Entstehung eines Hornhautgeschwürs bietet die Vorbeugung jedoch nicht, die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Auftretens lässt sich jedoch minimieren. Folgende Maßnahmen haben sich in der Praxis als nützlich erwiesen:

Regelmäßige Kontrolluntersuchungen durch einen Augenarzt mit Hornhautgeschwür Erfahrungen sind ebenfalls angeraten.

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