Augen lasern – Risiken der Lasik

Eine Lasik-Operation bietet die Möglichkeit, wieder ohne Brille scharf sehen zu können. Das ist für viele Menschen eine attraktive Perspektive. Die Kosten sind zwar auf den ersten Blick recht hoch, aber verrechnet mit den Kosten einer Sehhilfe, flankiert durch eine Brillenversicherung und gemessen an der gewonnenen Lebensqualität ist das für viele durchaus berechenbar.

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Aber wie groß sind die Risiken? Gibt es ein besonderes Risiko, das häufig auftritt? Können die Augen gänzlich zerstört werden? Kann man am Ende gar erblinden? Der folgende Artikel soll zur Beruhigung beitragen und helfen, die Risiken einschätzen zu können.

Augenlasern
Augenlasern: Hornhaut wird bearbeitet

Vorab: Gespräch mit dem Arzt!

Zunächst ein allgemeiner Hinweis: alles, was Sie im Internet finden, kann nur ein Anhaltspunkt sein. Es gibt niemals eine verbindliche Rechtsauskunft oder eine wirklich fachärztlich fundierte allgemeine Aussage bzw. Garantie. Wie hoch das individuelle Risiko ist, kann nur ein Facharzt nach einer Voruntersuchung abschätzen. Alles, was Sie hier (oder anderswo) lesen, dient nur dazu, Sie für Risikobereich zu sensibilisieren.

LASIK-Risiko Kunstfehler

Wo Menschen arbeiten, können Fehler passieren. Auch ein Arzt ist ein Mensch. Aber ein Arzt ist ein verantwortungsvoll handelnder Mensch. In aller Regel wird er alles menschenmöglich unternehmen, um das Risiko eines Kunstfehlers zu vermeiden. Letztendlich basiert eine Lasik-Operation – wie jede andere Operation auch – auf Vertrauen zum Arzt bzw. zum behandelnden Personal insgesamt. Dieses Vertrauen können Sie nur durch ein persönliches Gespräch gewinnen.

Suchen Sie also das Gespräch mit einem Arzt. Scheuen Sie sich nicht, ihm kritische Fragen zu stellen oder nachzufragen, wenn Sie etwas nicht verstehen. Es braucht Vertrauen zu dem behandelnden Arzt. Scheuen Sie sich nicht, einen anderen Arzt aufzusuchen, wenn Ihnen der erste nicht kompetent und verantwortungsvollen vorkommt.

Mit den Kunstfehlern bei der Lasik-Operation ist es wie mit dem Fliegen: in 99 Prozent der Fälle passiert nichts. Aber es kann eben doch – aufgrund welcher Umstände auch immer – zu einem Absturz bzw. einem Kunstfehler kommen.

Risiko Hygiene

Das größte Risiko beim Augenlasern ist mangelnde Hygiene im Operationssaal. Beim Augenlasern wird die obere Hornhaut aufgeschnitte und hochgeklappt. Nach der OP wird dieser Flap dann wieder zugeklappt. Wenn sich dabei unter dem Flap Staubteilchen oder Bakterien befinden, kann sich die Hornhaut entzünden. Eine solche Entzündung ist zwar weder lebensgefährlich, noch kann sie das Auge an sich oder die Sehkraft dauerhaft gefährden. Aber sie ist schmerzhaft. Man muss die Entzündung dann mit Medikamenten behandeln, ein Prozess, der einige Tage oder sogar Wochen dauern kann. Der Einstieg in das Leben ohne Brille wird dadurch getrübt.

Ursache für eine Verschmutzung der Wunde kann ein nicht wirklich klinisch sauberer OP-Saal, mangelnde Sauberkeit der Instrumente oder der anwesenden Personen sein.

Risiko beim Heilungsprozess

In den ersten Tagen oder Wochen nach der Operation muss man vorsichtig mit den Augen umgehen. Der Grund ist einfach: der Flap, die obere Schicht der Hornhaut, die bei der Operation hochgeklappt wurde, muss erst wieder richtig anwachsen. Das funktioniert normalerweise ohne Probleme. Aber: man muss die Augen schonen. Daher sind folgende Dinge zu beachten bzw. zu vermeiden:

Sicherheitshalber sollte man bei Regen nur mit Schirm nach draußen gehen. Wenn man diese Punkte beachtet, verläuft die Heilung höchstwahrscheinlich ohne Beeinträchtigung.

Vor allem der erste Punkt “Nicht in den Augen reiben” kann schwierig sein, wenn man einen Fussel oder eine Wimper im AUge hat. Dann sollte man auf die natürliche Bildung von Tränenflüssigkeit setzen. Wenn das Problem andauert, sollten Sie mit dem behandelnden Arzt oder einem entsprechendem Facharzt telefonieren.

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Risiko LASIK-Op im Ausland

Normalerweise kümmert sich in diesem Fall das Augenlaserzentrum um die Nachbehandlung. Wer allerdings eine Auganlaser-Operation im Ausland durchführen lässt, ist dann an den Ort gebunden. Nicht selten werden LASIK-Ops im Ausland (Griechenland, Türkei, Tschechien etc) zu sehr günstigen Preisen angeboten. Man sollte dabei jedoch nicht nur die Reisekosten mit einberechnen, sondern sich auch derüber im Klaren sein, dass man im Falle einer Infektion länger vor Ort bleiben muss.

Risiko Unverträglichkeit

Manche (nur sehr wenige) Menschen haben eine Unverträglichkeit auf Substanzen, die während der OP genutzt werden. Außerdem reagiert jeder unterschiedlich auf äußerliche Verletzungen. Bei den meisten Menschen verheilen Wunden gut und problemlos, bei manchen braucht der Körper länger, um den Eingriff zu verarbeiten. In dem Gespräch mit einem Arzt können sie die Frage einer möglichen Unverträglichkeit thematisieren.

Risiko Angst

Auch die Psyche spielt bei vielen eine Rolle. Immerhin ist eine Lasik-Op nach wie vor eher ungewöhnlich, und man ist bei vollem Bewusstsein. Der Eingriff selber ist zwar nahezu schmerzfrei, aber die Aufregung ist dennoch da. In aller Regel wird die Angst durch Verunsicherung ausgelöst. Und Sicherheit kann man dadurch erhalten, in dem man den Prozess möglichst gut versteht. Wenn man weiß, dass man auch bei einem Augenlaser-Problem nicht erblinden kann, und dass sich auch bei Infektionen nach einer schmerzhaften Phase langfristig doch alles zum Guten wenden wird, dann beruhigt das die meisten schon sehr.

Fazit: Risiko ist kalkulierbar

Augenlasern ist inzwischen eine selbstverständliche und oft erprobte Operation. Gewisse Restrisiken bleiben immer. Die Gefahr einer Infektion ist in Deutschland durch strenge Hygiene-Vorschriften und sehr gut ausgebildetes Personal sicherlich deutlich geringer als im Ausland. Entscheidend ist das Vertrauen, dass man zum behandelnden Arzt hat – und das kann man nur in einem persönlichen Gespräch gewinnen.

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