Glaukom (Grüner Star)

Grüner Star Operation möglich? Übersicht zu Symptomen und TherapiemöglichkeitenGrüner Star – Informationen zu Ursachen, Symptomen und neue Therapien des Glaukoms

Umgangssprachlich wird die Augenerkrankung Glaukom auch Grüner Star benannt. Die Herkunft der Bezeichnung Glaukom geht bis auf Aristoteles zurück, der erstmals die Veränderung der Augen beschrieb. Behandlungsmöglichkeiten sollte es aber bis ins 20. Jahrhundert nicht geben. Erst mit dem Siegeszug der modernen Medizin und neuen Therapien wurde auch der grüne Star zu einer gut behandelbaren Augenkrankheit.

Wichtig: Der grüne Star ist vom grauen Star zu unterscheiden. Es handelt sich zwar um ähnliche Krankheitsbilder, beide Erkrankungen bedürfen jedoch einer speziellen Therapie und sind dementsprechend unterschiedlich zu behandeln.

Ursachen und Krankheitsverlauf

Grundsätzlich ist unter einem Glaukom, also dem grünen Star, eine Augenerkrankung zu verstehen, die den Sehnerv beeinträchtigt und die Linse trübt. Besonders der Augeninnendruck spielt dabei eine wichtige Rolle, wenngleich ein erhöhter Augeninnendruck nicht immer die Ursache eines Glaukoms sein muss. Folge eines Glaukoms sind unterschiedlich starke Ausfälle im Gesichtsfeld, die im schlimmsten Fall zur vollständigen Erblindung führen können. Ein Glaukom kann außerdem unterschiedlich ausgeprägt sein: So wird zwischen dem

Auf deren individuelle Ursachen wird nachfolgend genauer eingegangen.

Für die Diagnose des Glaukoms spielt vor allem die Früherkennung eine wichtige Rolle, da diese es erlaubt, Schäden zu minimieren. Problematisch ist dabei vor allem, dass das menschliche Gehirn in der Lage ist bestimmte Beeinträchtigungen unbewusst auszugleichen. Zeigen sich schließlich typische Symptome eines Glaukoms, so ist die Augenkrankheit meistens schon in einem fortgeschrittenen Stadium und der Besuch eines Facharztes für Augenheilkunde dringend angeraten. Eine reine Vorsorgeuntersuchung beim Augenarzt kann ein Glaukom jedoch bereits dann erkennen, wenn ein Patient noch keine Beeinträchtigungen spürt.

Die Ursachen für ein Glaukom sind vielfältig. Eindeutige Ursachen lassen sich jedoch nur selten ausmachen. Viel mehr gibt es Risikofaktoren, die die Entstehung eines grünen Stars begünstigen. Dazu gehören:

Es wird vermutet, dass weitere Dinge die Entstehung des Grünen Stars begünstigen können. Beispielsweise spielt die Ernährung eine wichtige Rolle: Menschen mit einem niedrigen Body-Mass-Index (BMI) sind weitaus häufiger betroffen als Normal- oder Übergewichtige.


Behandlung des grünen Stars: Keine Zeit verlieren

Ist der grüne Star diagnostiziert worden, beginnt die Behandlung zeitnah. Hinsichtlich der Therapie gibt es je nach Ausprägung des Glaukoms unterschiedliche Möglichkeiten. Wird festgestellt, dass der Augeninnendruck zu hoch ist, so muss dieser zunächst gesenkt und dauerhaft auf einem ungefährlichen Niveau gehalten werden. Wie hoch der Zieldruck sein soll, wird erst im Rahmen von weiteren regelmäßigen Untersuchungen festgelegt. Oberstes Ziel der erfolgreichen Behandlung ist beim Glaukom das Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern, da einmal manifestierte Schäden am Auge nicht rückgängig gemacht werden können.

In der Regel wird mit einer medikamentösen Therapie begonnen, die bei vielen Patienten die gewünschten Resultate erzielt. Ist dies hingegen nicht der Fall, kommen beim Grünen Star Laser OP und andere Operationstechniken zum Einsatz. Auf die Glaukom Laseroperation wird nach der Beschreibung der medikamentösen Therapiemöglichkeiten ebenfalls noch genauer eingegangen.

Typische Medikamente, die zur Therapie des Glaukoms verwendet werden, sind meist Augentropfen, die verschiedene Wirkstoffe enthalten. Dazu gehören:

Aufgrund der komplexen Erscheinungsform kann es vorkommen, dass mehrere unterschiedliche Medikamente als Kombination verschrieben werden. Um die Applikation zu vereinfachen stehen mittlerweile auch Kombipräparate aus bestimmten oben beschriebenen Wirkstoffen zur Verfügung. Es empfiehlt sich dringend, auf den Rat des behandelnden Arztes zu hören und die Einnahme-Vorgaben einzuhalten.

Zur Wirkung der Medikamente gehören vor allem:

Ist eine rein medikamentöse Therapie nicht zielführend, so stehen weitere Therapiemöglichkeiten zur Verfügung. Oft wird der grüne Star mit Laser behandelt, wobei hier ebenfalls verschiedene Operationsverfahren zum Einsatz kommen. Eine pauschale Aussage, welches Verfahren als beste Lasertherapie für Glaukom-Patienten geeignet ist, lässt sich aufgrund der zahlreichen Erscheinungsformen nicht ohne ärztlichen Rat treffen. Mittlerweile stehen für die Behandlung des grünen Stars neue operative Verfahren zur Verfügung, die vor allem bei schweren Fällen zum Einsatz kommen. Etablierte Operationsverfahren beim Grünen Star sind:

Die Diagnose des grünen Stars – Unbedingt Augenarzt aufsuchen

Der Besuch beim Augenarzt ist bei diesem Krankheitsbild unverzichtbar. Treten die oben beschriebenen Glaukom Symptome auf, so gilt es, keine Zeit zu verlieren. Der Augenarzt selbst wird zunächst mit der Diagnose beginnen. Im Rahmen der Diagnose wird zunächst der Augeninnendruck und gegebenenfalls die Hornhautdicke gemessen. Mit Hilfe dieser Messungen ist eine zweifelsfreie Diagnose jedoch noch nicht möglich, da ein Glaukom nicht immer eine Erhöhung des Augeninnendrucks zur Folge hat. So wird der Augenarzt den Augenhintergrund mit Hilfe eines dreidimensionalen Bildes untersuchen, auf dem Rotlicht herausgefiltert wurde. Dadurch werden dann gegebenenfalls defekte Nervenfasern sichtbar. Je nach Fall wird außerdem eine Gesichtsfelduntersuchung, die in der Medizin auch Perimetrie genannt wird, durchgeführt.

Daneben existieren weitere Diagnoseverfahren, bei denen mittels bildgebender Laserverfahren eine Untersuchung stattfindet. Diese Verfahren gehören allerdings nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung, die Kosten müssen also, falls gewünscht, von gesetzlich Versicherten selbst übernommen werden.

Ist der Grüne Star diagnostiziert, sind noch Folgeuntersuchungen notwendig, um das Glaukom zu klassifizieren. Erst nach der Klassifizierung ist die Glaukom Diagnose abgeschlossen und die Behandlung mit der besten Therapieform kann in die Wege geleitet werden.

Spezielle Vorsorgeuntersuchungen zur Erkennung eines Glaukoms gibt es zurzeit nicht. Die Früherkennung im Rahmen von augenärztlichen Untersuchungen anderer Erkrankungen ist daher wichtig für die Diagnose, da, wie zuvor erwähnt, typische Symptome aufgrund der Kompensationsmechanismen des menschlichen Gehirns meist erst in fortgeschrittenen Stadien wahrgenommen werden können.

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