Netzhautablösung – Symptome, Ursache und Therapie

Wenn es zu einer Ablösung der Netzhaut des Auges kommt, ist schnelles Handeln wichtig. Der Patient läuft Gefahr, aufgrund der Netzhautablösung das Augenlicht zu verlieren. Damit Sie Anzeichen dieser und weiterer Augenkrankheiten erkennen, die Ursache definieren und die Ablösung der Netzhaut behandeln lassen können, empfehlen wir einen Blick in diesen Ratgeber.

Die Krankheit im Fokus

Die sogenannte Netzhautablösung gehört zu den Augenkrankheiten, die im schlimmsten Fall zur Erblindung führen können. Als erste Symptome einer Netzhautablösung lassen sich meistens Lichtblitze oder schwarze Punkte wahrnehmen. Je stärker die Netzhaut (auch Retina genannt) abgelöst ist, umso stärker auch die erkennbaren Symptome, die mit zunehmender Ablösung massiver werden.

Die Ursachen einer Netzhautablösung können relativ verschieden sein, meistens ist es

Vor allem verschiedene Probleme wie die Kurzsichtigkeit, Diabetes, Grauer Star (auch als Katarakt bekannt), Tumore oder Entzündungen können das Risiko für eine Netzhautablösung erhöhen.

Netzhautablösung, Grauer Star, Makula und Co.?

Wer Beschwerden mit der Sehkraft wahrnimmt, denkt im ersten Moment sicherlich nicht an eine Ablösung der Netzhaut. In vielen Fällen handelt es sich um eine „harmlose“ Kurz- und Weitsichtigkeit oder zur normalen Alterssichtigkeit. Doch auch

und weitere Augenkrankheiten können Ursache für Sehprobleme sein. Beim Grauen Star sehen die Patienten teilweise doppelt und eher wie mit einem Schleier. Allgemeine Verschlechterungen des Augenlichts können auch durch Grüner Star, Glaukom und weitere Krankheiten auftreten.

Häufig mit der Netzhautablösung verwechselt wird die Makuladegeneration. Hierbei handelt es sich um eine Netzhaut-Erkrankung, bei der jedoch in der Regel ein Bereich – Makula lutea – betroffen ist. Bekannt ist Ihnen dies unter Umständen als „gelber Fleck“. Unterschieden wird hierbei vor allem zwischen

Besonders oft tritt die altersbedingte Makuladegeneration auf, bei der der gelbe Fleck zerstört ist – meistens nicht vor dem 60. Lebensjahr. Im Gegensatz zur Netzhautablösung, bei der im schlimmsten Fall eine vollständige Erblindung eintritt, ist es bei der Makuladegeneration möglich, zumindest noch ein geringes Sehvermögen zu behalten – obwohl man dennoch von einer Erblindung spricht, da der mittige Fokus nicht mehr sichtbar ist.

Netzhautablösung: Ursache

Die Ursachen einer Netzhautablösung können sehr vielfältig sein, so viel steht fest. Besonders häufig kommt es zu diesem Problem durch einen Riss der Netzhaut, der wiederum durch eine hintere Glaskörperabhebung entsteht. Wenn Sie noch dazu entsprechenden Risiken ausgesetzt sind (beispielsweise bei Kurzsichtigkeit, beim Fliegen, beim Sport, durch Stress etc.), kann die Gefahr einer Netzhautablösung erhöht werden.

Zwar sind Erkrankungen der Netzhaut und generelle (gutartige) Veränderungen durchaus vererbbar, doch die klassische Ablösung eher nicht, da es sich um ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren handelt und durch andere Bedingungen (wie Flugreisen, Kontaktlinsen, OPs und Co.) verstärkt werden können.

Der Bereich „Netzhautablösung: Ursache“ lässt sich daher nicht vollumfänglich bestimmen, da es nicht nur eine Ursache gibt, die diese Problematik auslösen kann.

Symptome einer Netzhautablösung

Die Anzeichen einer Netzhautablösung sind schon deutlich einfacher zu bestimmen als die Ursachen dieser Krankheiten. Zwar sind die Netzhautablösungs-Symptome ähnlich unterschiedlich wie der mögliche Grund, doch dafür sehr eindeutig. Achten Sie daher auf die kleinen Warnzeichen, bei denen in jedem Fall ein Besuch beim Augenarzt folgen sollte.

Abgesehen von diesen Anzeichen einer Netzhautablösung können noch weitere Probleme folgen. Generell ist die Sehfähigkeit und das Gesichtsfeld mit dieser Diagnose sehr eingeschränkt. Durch die Untersuchung, wo die Sehschwierigkeiten bestehen, kann herausgefunden werden, wo sich die Netzhaut ablöst. Wenn Sie beispielsweise von oben einen schwarzen Vorhang wahrnehmen, löst sich die Netzhaut eventuell im oberen Bereich.

Zwar gibt es keine Netzhautablösungs-Symptome, die wirklich immer auftreten, aber zumindest kann man relativ sicher sagen, dass es meistens nur einseitig ist, da sich eine Netzhaut in der Regel nicht gleichzeitig bei beiden Augen löst.

Wichtig: Für eine richtige Diagnose sollten Sie in jedem Fall bei ersten Hinweisen einen Augenarzt aufsuchen!

Behandlung – von der Netzhauttransplantation über Homöopathie bis zum Lasern

Wenn es sich um eine Vorstufe der Netzhautablösung handelt, sind die Behandlungsmöglichkeiten eigentlich noch relativ vielfältig. Häufig wird eine Laser-OP geraten, wenn die Netzhaut an der unteren Schicht noch recht eng liegt und „nur“ ein Loch in der Netzhaut auftritt. Hat sich die Netzhaut allerdings schon abgelöst, so kann dies mit einer Laseroperation nicht mehr behandelt werden.

Hierfür ist statt Laser eine richtige Netzhautablösung-OP nötig. Dabei richtet sich die Variante der Augenoperation als auch die OP-Dauer von der Art der Ablösung und auch der Schwere. Auch die Ursachen spielen bei der Netzhautablösung-OP eine große Rolle, da der Fakt, der zur Ablösung geführt hat, beachtet werden muss. Unter anderem wird dadurch auch entschieden, ob der Patient während der OP-Dauer in eine Vollnarkose gelegt wird oder eine örtliche Betäubung ausreichend ist.

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Lassen Sie sich bei den typischen Symptomen der Netzhautablösung rechtzeitig untersuchen. Eine OP ist in vielen Fällen erfolgsversprechend.  Im folgenden Video ist der Ablauf einer minimal-invasiven OP dokumentiert:

Wenn es zu einer richtigen Ablösung kam, ist es wie gesagt nicht mehr möglich, die Netzhautablösung lasern zu lassen. Wenn die Ursache der Ablösung ein Riss ist, so wird das Auge an dieser gerissenen Stelle eingedellt, um die Aderhaut an die Netzhaut mit einer Ausstopfung anzunähern.

Damit es gar nicht erst zu so einer umfangreichen Augenoperation kommen muss, sondern auch eine Laserbehandlung ausreichend sein könnte, ist es wichtig, dass Sie bereits kleinste Anzeichen als mögliches Symptom wahrnehmen. So lässt sich die Therapie deutlich einfacher umsetzen, die Netzhaut lasern und die Heilung beschleunigen.

Der Verlauf der Krankheit nach der OP

Die Netzhautablösung nach OP kann in der Regel gut verheilen, wenn das Problem möglichst frühzeitig erkannt und mit der richtigen Therapie behandelt wurde. Der Verlauf ist außerdem einfacher zu handhaben, wenn die Netzhaut noch nicht abgelöst ist, da Sie die Netzhaut lasern lassen können. Sie sollten in jedem Fall beim geringsten Anzeichen der genannten Symptome einen Augenarzt aufsuchen, um schlimmere Folgen zu vermeiden und die vollständige Ablösung der Netzhaut zu verhindern.