Die Hornhaut des Auges (Cornea)

Die Hornhaut ist die vorderste Schicht des Auge – die, die der Welt zugewandt ist. Man nennt sie auch Kornea (aus dem lat. Cornea). Die Hornhaut ist durchsichtig und gewölbt. Sie erfüllt zwei besondere Aufgaben:

Hornhaut
Hornhaut

Die Hornhaut ist eine Art Scheibe, die in die Lederhaut des Auges („Augenhülle„) eingelassen ist. Die Grenze zwischen Hornhaut und Lederhaut nennt man auch „Limbus“ (siehe unten).

Schutzfunktion der Hornhaut

Die Hornhaut ist, wie der Name schon sagt, vergleichbar mit der menschlichen Haut. Sie schützt die inneren, sehr empfindlichen Strukturen vor äußeren Einflüssen wie Wind, Gas oder Regen (die Augenlider haben eine ähnliche Schutzfunktion). Das Besondere an der Hornhaut ist, dass sie natürlich glasklar durchsichtig sein muss. Logisch, denn sonst würde das Licht ja nicht ins Auge gelangen.

Aufbau / Schichten

Die menschliche Hornhaut besteht aus fünf Schichten:

Hornhaut Schichten
Hornhaut (Auge) Schichten

Gewölbte Form

Die menschliche Hornhaut ist meist etwas breiter als hoch – ca. 11,7 mm breit und ca. 10,6 mm hoch. In der Mitte ist die Hornhaut mit ca. 0,52 mm etwas dünner als an den Rändern (ca. 0,67 cm). Normalerweise sollte die Hornhaut gleichmäßig gewölbt sein – wenn nicht, spricht man von Astigmatismus.

Brechkraft der Hornhaut

Für die Funktionsweise des Auges ist es entscheidend, dass das Licht der Umwelt auf einen möglichst kleinen Punkt auf der Netzhaut im Auginneren gebündelt wird. Das geschieht mit Hilfe der Brechung – ein Prinzip der Optik. Da die Hornhaut gewölbt ist, werden die Lichtstrahlen in ihrer Bahn abgelenkt. Die folgende Grafik kann das veranschaulichen:

Auge Aufbau
Aufbau des Auges, Bestandteile

Durch das Kammerwasser zwischen Hornhaut und Linse sowie die Augenlinse selbst wird der Effekt verstärkt. Das menschliche Auge hat eine Brechkraft von bis etwa 60 Dioptrien. Davon entfallen ca. 43 Dioptrien auf die Wölbung der Hornhaut.

Hornhautverkrümmung (Astigmatismus)

Die Hornhaut ist wie gesagt normalerweise gleichmäßig gewölbt. Dadurch wird das Licht so gebrochen, dass es auf einem Punkt fokussiert werden kann (auf der Netzhaut = scharfes Sehen). Bei einigen Menschen ist die Hornhaut jedoch nicht gleichmäßig gewölbt. Der „höchste Punkt“ der Wölbung ist dann nicht in der Mitte, sondern etwas an den Rand versetzt. Die Folge ist, dass das Licht so gebrichen wird, dass es nicht Punktförmig, sondern dann in aller Regel stabförmig auf der Netzhaut abgebildet wird. Die Folge ist eine Sehschwäche, dass visuelle Bild ist in einigen Bereichen nicht mehr scharf zu sehen. Man spricht von „Stabsehen“ bzw „Astigmatismus„, umgangssprachlich auch Hornhautverkrümmung. Eine Korrektur dieser Verkrümmung ist mittels Laser OP möglich, siehe Hornhautverkümmung lasern.

Astigmatismus (Unschärfe)
Hornhautverkrümmung / Astigmatismus (Unschärfe)

Der Limbus

Limbus (lat.:„Rand“, „Umgrenzung“) ist die Übergangszonezwischen Horn- (Cornea) und Lederhaut (Sclera). Diese Region beherbergt Stammzellen für Epithel und Endothel der Cornea und ist für deren regelmäßige Zellerneuerung erforderlich. Die peripheren Anteile der Hornhaut werden durch feine, haarnadelförmige Gefäße der limbalen Bindehaut, das so genannte Randschlingennetz, versorgt. Zerstörung des Limbus – z. B. durch schwere Verätzungen oder Verbrennungen – können zu einer Überwachsung der Cornea mit Konjunktivagewebe und damit zur Erblindung des Auges führen. Durch Limbustransplantation vom gesunden Auge wird in solchen Fällen versucht, die Funktion der Hornhaut zu erhalten.

Augenlasern (Lasik)

Eine beliebte Alternative zur Brille ist eine Lasik-Augenoperation. Beim Augenlasern wird ein Teil der Hornhaut entfernt, wodurch sich die Brechkraft des Auges so verbessert, dass man wieder scharf sehen kann – auch ohne Sehhilfe. Siehe auch Augenlasern bei Kurzsichtigkeit.

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Zum Hauptartikel: Aufbau des Auges